Anfang Januar 2011 durfte ich als einer von 120 Fotografen an der Photo10 teilnehmen, der grössten Schweizer Werkschau für Fotografie. Aus über 400 eingereichten Bewerbungen ausgewählt zu werden, war für mich eine besondere Anerkennung und ein wichtiger Moment in meiner fotografischen Laufbahn. Die Ausstellung zog während fünf Tagen mehr als 15'000 Besucher an und bot einen breiten Überblick über zeitgenössische Fotografie aus der Schweiz.
Für mein Projekt entschied ich mich bewusst für eine Serie von Bildern, die auf den Strassen von New York entstanden sind. Mich interessierten keine spektakulären Wahrzeichen oder inszenierten Szenen, sondern der Alltag. Menschen im Vorbeigehen, kurze Begegnungen, unscheinbare Momente, die oft unbeachtet bleiben. Gerade diese Situationen erzählen viel über eine Stadt, ihre Dynamik und ihre Stimmung.
In der Nachbearbeitung habe ich die Aufnahmen gezielt weiterentwickelt. Durch digitale Bildbearbeitung erhielten die Fotos einen klaren Movie-Look, inspiriert von Filmstills und cineastischer Bildsprache. Kontraste, Farben und Licht wurden so angepasst, dass die Bilder wie Momentaufnahmen aus einem laufenden Film wirken. Ziel war es, Fotografie und filmisches Erzählen miteinander zu verbinden und dem urbanen Alltag eine neue, verdichtete Atmosphäre zu verleihen.
